Login

Geschichte erleben - Johannland Museum

Die ehemalige Heimatstube und jetziges Johannland Museum ist in der früheren Volksschule von Irmgarteichen in der Glockenstraße 19 eingerichtet worden. In den Räumen des 1928 errichteten Gebäudes werden über 3.000 Ausstellungsstücke gezeigt, die das Leben vergangener Zeiten im Oberen Johannland dokumentieren. 
Im Keller findet der Besucher neben landwirtschaftlichen Geräten eine originale Schusterwerkstatt. Im Obergeschoß der alten Schule wird man zurückversetzt in "Omas Zeiten". Auf vier Stockwerken findet man, aufgeteilt in unterschiedliche Themenbereiche, zahlreiche Ausstellungsstücke bäuerlicher Alltagskultur, Informationen zur Hainchne Wasserburg, ein Musikzimmer mit ca. 75 alte Radios und Musikgeräte, eine große Sammlung von altem Blechspielzeug und vieles mehr.

Weiterer Sammlungsschwerpunkte sind technische Geräte: Schreibmaschinen und Rechenmaschinen, Nähmaschinen, alte Radiogeräte und Grammophone, und ein alter Fernschreiber.

Archiv

Der Heimatverein sammelt wichtige und interessante Dokumente (Schriftstücke, Fotos, Karten etc.), die im Archiv der Heimatstube aufbewahrt werden. Aus der Dokumentensammlung hervorzuheben sind die fast 100 Jahrgänge der im Ruhrgebiet herausgegebenen Berg- und Hüttenmännischen Zeitschrift "Glück Auf" aus der Zeit von 1898 bis 1997. Weitere Schriftstücke (Bücher) aus den 15-18. Jahrundert.

Die Fotosammlung des Johannland-Museums enthält über 700 Fotografien des ehemaligen Volksschullehrers Siedhoff aus der Zeit von 1924 bis in die 60er Jahre, deren Negative nur auf Glasplatten erhalten sind. Hier ist die dörfliche Entwicklung und das Leben der Johannländer in beeindruckender Weise festgehalten worden.  

Kulturgeschichte einmal anders

Besondere und zugleich makabere Glanzstücke der Ausstellung in Museum sind zwei mumifizierte, verlederte Katzenkadaver, die bei Bauarbeiten in alten Häusern in Irmgarteichen und Salchendorf gefunden wurden. Sie sind Zeugen der Zeit des Hexenwahns im 16. und 17. Jahrhundert: Die Katzen wurden bei lebendigem Leib im äußersten Gebäude des Dorfes eingemauert, um mit ihrem Geschrei böse Geister und Hexen fern zu halten.

Besucheranschrift:
Glockenstraße 19
57250 Netphen Irmgarteichen